Die Dreieichbahn bei Frankfurt am Main / Germany

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Postkarte von 1905 zur Einweihung der Dreieichbahn. Quelle: Gernot Schmidt - Dreieichenhain

1847

Es wird erstmals über eine Dreieichbahn nachgedacht.

21.12.1901

Gesetzliche Genehmigung des Landtages zum Bau und Betrieb der Strecke Buchschlag-Sprendlingen- Ober Roden (Hess) an die Preußisch-Hessischen Staatseisenbahn erteilt. Streckenlänge 15,02 km.

01.04.1905

Eröffnung der Bahn. Damit Herstellung der Verbindung zwischen den bestehenden Strecken Frankfurt-Heidelberg/Mannheim (abschnittweise Juni bis August 1846 für PV in Betrieb gegangen, Gv im Folgejahr, seit 19.11.1957 elektrischer Betrieb) und Offenbach (Ost) Ober Roden – Reinheim (Eröffnung 1.10.1896).

23.09.1928

Buchschlag: PKW auf unbeschranktem BÜ mit Zug zusammen geprallt, Warnsignal nicht beachtet (3T,1V)

04.05.1929

Zwischen Buchschlag – Ober Roden Zusammenstoß auf unbeschranktem BÜ mit PKW, Warnsignale des Zugs von Insassen wegen eigenen Gesangs überhört (3T,5V)

1935

16,6 km gehören zur RBD Mainz, 0,42 km zur RBD Frankfurt Richtung Ober Roden

01.01.1940

Organisatorische Zuordnung des Abschnitts Buchschlag – Ober Roden (Dir.Gr. km 14,1): RBD Mainz, BA Darmstadt 1, VA Darmstadt, MA Darmstadt, Bm Langen. Buchschlag-Sprendlingen   = Bahnhof 3. Klasse Sprendlingen   = Bahnhof 4. Klasse Dreieichenhain   = Bahnhof 4. Klasse Götzenhain   = Haltepunkt Offenthal   = Haltepunkt Urberach   = Bahnhof 4. Klasse

 

Jahresfahrplan 1944 / 45, gültig vom 3.7.1944 an bis auf weiteres
– StreckenNr. 276b -

 

Relation Ober Roden – Buchschlag
An Werktagen   12 Züge sowie 2 Züge bis Urberach Sonntags   5 Züge sowie 1 Zug bis Urberach Erster Zug v. Urberach:
w 4.19 v Groß-Zimmern nach Raunheim (Opel) Sa 7.50 n Ober Roden

 

Relation Buchschlag - Ober Roden
An Werktagen 14 Züge. sowie 1 Zug ab Urberach (5:08 Uhr)
Sonntags 5 Züge
Erster Zug ab Urberach: w 7:27 Uhr v. Ffm-Sportfeld nach Groß-Zimmern
Sa: 7:50 Uhr nach Ober Roden
letzter Zug ab Urberach: alle Tage 23:03 Uhr nach Ober Roden

20.05.1951

Die Agentur Offenthal wird in eine Betriebsstelle umgewandelt und dem Bf Urberach angegliedert. Neue Bezeichnung "Bk Offenthal Hst"

01.12.1954

Bf Dreieichenhain wird Bf Urberach mit der Hst Offenthal werden dem Bf Sprendlingen unterstellt

01.04.1955

50 Jahre Dreieichbahn: die Original-Nachbildung des "Adler-Zuges 1835" befährt die Strecke mehr >>>

01.01.1956

Bf Urberach in Nebendienststelle umgewandelt, die Bf Sprendlingen nur verwaltungsmäßig angegliedert bleibt.

01.07.1958

Dreilicht-Spitzensignal wird auf allen Nebenbahnen im Bezirk eingeführt

15.05.1959

Mechanisches Stellwerk "Uf" in Betrieb (Ersatz für Bauart Jüdel aus dem Jahre 1934)

ab März 1962

Einsatz von Dieselloks der Baureihe V100 (aus Neubau) auf den Nebenbahnen Dreieich/Rodgau. Zurücknahme des Dampflokeinsatzes

01.01.1966

Bf Urberach (Nebendst) von Rangklasse 8 nach 7 höher gestuft

22.5. bis 24.9.1966

Sommerfahrplan. StreckenNr 317a
Relation Ober Roden - Buchschlag
Mo-Fr 10 Züge, erster Zug 5.04 nach Ffm Hbf
letzter Zug 19:21 nach Ffm Hbf
sowie 1 Triebwagen von Ober Roden an Urberach 6:49 Uhr
Sa 5 Züge, erster Zug 5:04 Uhr nach Ffm Hbf
letzter Zug 12.11 Uhr nach Ffm Hbf

w(Sa) verkehrte der Schnellzug 2905 von Dieburg (5:31 Uhr, Ober Roden 5:44-51) n. Ffm Hbf (6:28 Uhr)
nur mit Halt in Münster, Eppertshausen, Sprendlingen und Buchschlag.

Relation Buchschlag - Ober Roden
Mo-Fr 10 Züge, erster Zug 5:38 Uhr Ffm Hbf - Ober Roden
letzter Zug 19:46 Uhr Buchschlag – Ober Roden
sowie 2 Triebwagen Urberach - Dieburg (7:03, 15:51 Uhr)
Sa 5 Züge, erster Zug 5:38 Uhr Ffm Hbf – Ober Roden
letzter Zug 14:34 Uhr

31.03.1968

MA Hanau aufgelöst; Aufgabe an MA Darmstadt

01.10.1968

Bf Buchschlag – Sprendlingen als Hauptdienststelle (Rkl 6) aufgelöst und voll an Bf Neu-Isenburg angegliedert

01.01.1970

Infolge Neuabgrenzung von GV Darmstadt auf GF Ffm übergegangen:
- Bf Buchschlag – Sprendlingen
- Bf Sprendlingen, Bf Dreieichenhain und Bf Urberach mit dem Hp Offenthal Ag und der Hast Götzenhain Ag

01.03.1971

Beim Bf Buchschlag-Sprendlingen Abfertigungsbefugnisse für Gepäck- u. Expressgutverkehr aufgehoben, örtlichen Fahrkartenverkauf eingestellt und für Wagenladungsverkehr in einen unbesetzten Tarifpunkt umgewandelt.

01.05.1971

BÄ Darmstadt 1+2 zu einem BA vereint

21.06.1971

Dreieichenhain: N2178 auf im Bf haltenden N2177 geprallt (23V)

01.07.1971

Bf Sprendlingen von Rangklasse 6 nach 5 höher gestuft

06.09.1971

Blilo-Anlage Urberach I + II in Betrieb genommen (Urb III am 27.7.1972)

11.01.1972

Wurde auf der Strecke durch tragbare Funkfernsprecher eine Sprechverbindung zwischen örtlichen Fdl und Tf aufgenommen (ESig ohne Fdl, ASig fehlten)

26.05.1974

Tarif des Frankfurter Verkehrsverbunds (FVV) tritt in Kraft

01.06.1975

Bf Urberach, der z.Zt. verwaltungsmäßig an Bf Sprendlingen angegliedert ist, wird mit allen ihm fachlich unterstellten Stellen zur Verwaltungsvereinfachung und aus personalwirtschaftlichen Gründen voll dem Bf Sprendlingen angegliedert

01.06.1975

Bei Hp Offenthal und Hst Götzenhain werden die Abfertigungsbefugnisse für Reisegepäck und Expressgut aufgehoben, für den Personenverkehr bleiben sie vorerst bis zum Jahresende unverändert (danach Bezeichnung „u“ statt „Ag“)

30.5. bis
25.09.1976

StreckenNr 553
Relation Ober Roden – Buchschlag
Mo – Fr 10 Züge sowie 2 Triebwagen bis Urberach
erster Zug 5:39 Ober Roden - Ffm Ost
letzter Zug 19:29 Ober Roden – Ffm Hbf

Gegenrichtung
Mo – Fr 10 Züge sowie 2 Triebwagen Urberach – Dieburg
erste Zug 7:00 Uhr nach Dieburg
letzter Zug 19:19 Uhr nach Ober Roden

01.01.1976

Stückgut-Abfertigung beim Bf Sprendlingen aufgehoben

27.01.1976

Bf Dreieichenhain in Hast umgewandelt

05.03.1976

Sprachspeicher im Stw Urberach eingebaut (bundesweite Konsequenz aus Unfall Warngau/Schaftlach)

31.07.1976

MA Darmstadt aufgelöst; außer Ober Roden übernimmt die Aufgabe das MA Ffm

01.06.1977

Bildung des Kontenpunktbahnhofs Offenbach: die bislang dem Bf Sprendlingen angegliederten Bf Urberach, Anst u. ‚ThermoCrete’ und Anst u „RWE“ werden betrieblich voll an Bf Offenbach Hbf und verkehrlich voll an Ga Offenbach angeschlossen. In diesem Zusammenhang wird gleichzeitig die Grenze zwischen den BÄ Hanau und Ffm 1 von km14,1 auf km 10,5 neu festgesetzt. Entsprechend dieser Grenzfestsetzung ändern sich auch die Zuständigkeiten der Bm Langen und Offenbach und der Sigm Hanau und Ffm 2

01.05.1977

Höherstufung Bf Offenbach von Rkl 3 nach 2 und Ga Offenbach von Rkl2 nach 1

01.12.1977

Dem Bf Neu-Isenburg, z. Zt. HDst Rkl 3, mit den angegliederten Bf Buchschlag wurde
Bf Sprendlingen, z.Zt. HDst Rkl4, mit angegliederten Hast Dreieichenhain, Hp u Offenthal, Hast u Götzenhain und Anst u Jedosch angeschlossen

01.02.1978

Bf Neu Isenburg von Rangklasse 3 nach 2 höher gestuft

01.05.1979

Die vorhandenen Bm werden je BA neuen (Groß)Bm zusammengefasst, der gesamte Schrankenwärterdienst wurde bereits ab 1.3. den Bahnhöfen zugeordnet

Mai 1980

Funkmast und Betonhaus werden für ZBF auf dem Hp Offenthal aufgestellt

10.04.1981

Neues mechanisches Einheitsstellwerk mit Federlegefeldern, Streckenblock und Anschlussfreigabefeldern geht in Urberach in Betrieb.

13.05.1981

Streckenblock Richtung Ober Roden in Betrieb

18.05.1981

Streckenblock Richtung Sprendlingen in Betrieb

21.05.1981

Weiche 2 und Gs I (neu) in Betrieb; gleichzeitig Spurlagenänderung mit Rückbau des Anschlusses T+N West, neue westliche Anbindung der Ladestraße, Abbau der Laderampe

15.06.1981

Technischer Anlaufbetrieb für Zugbahnfunk im Bereich der Vermittlung „Fdl Offenbach“ aufgenommen (Kanal A79 umfasst die Strecken Offenbach-Ober Roden-Buchschlag

01.08.1981

Einsatz der Funkfernsprecher entfällt

August – Dezember 1981

Die Bahnsteige Sprendlingen, Dreieichenhain, Götzenhain und Offenthal werden instand gesetzt (Höherlegung, Einfassen, Asphaltieren)

31.05.1981

Mit Beginn Sommerfahrplan entfällt der Einsatz von Schienenomnibussen (Baureihe 798), die zuletzt Std 7 und 16 Urberach als Wendebf angefahren haben, Ersatz durch2-teiligen Wendezug

März –April 1982

Erhöhung des Bahnsteigs Urberach, Pflastern des Umfeldes etc.

12.08.1982

Die Eisenbahnbrücke mit Unterführung Rodaustraße in Urberach wird dem Verkehr übergeben. Gesamtkosten 17.5 Mio DM, davon 4 Mio DM Brücke

25.09.1983

Die Dreieichbahn taucht in der schwarzen Liste der Bundesbahndirektion auf, in der 1152 Schienenkilometer zur Stilllegung angedeutet werden. Sie wird damit von der Bundesbahn und dem FVV abgeschrieben und zur Einstellung frei gegeben.

25.09.1983

Zum Winterfahrplan verteilte die „Interessengemeinschaft Dreieichbahn“ erstmals in Eigeninitiative kleine Fahrplantafeln an die Bevölkerung, um auf die Bahn aufmerksam zu machen

03.06.1984

Zugbahnfunk wird endgültig eingeführt (neue Kanalnummer A73)

22.07.1992

Die Deutsche Bundesbahn will die Dreieichbahn gemeinsam mit den Anliegergemeinden Dreieich, Rödermark, Eppertshausen, Münster und Dieburg bis 1997 modernisieren und die Kommunen an den Investitionskosten von ca. 17,4 Mio. Euro beteiligen. Die Gemeinden sollen 12,5 % der Baukosten übernehmen. Hierfür sind etwa 9,7 Mio. Euro errechnet worden. Nicht enthalten sind Lärmschutzmaßnahmen, P+R-Anlagen etc. Der Kauf von vier neuen Zügen soll ca. 7,7 Mio. Euro kosten. Nach der Modernisierung wird mit doppelt so vielen Benutzern, mit 4500 Pendlern gerechnet.

05.12.1996

Am neu zu bauenden Haltepunkt Weibelfeld wird mit dem ersten Spatenstich der Startschuss für die Modernisierung der 23,5 km langen Dreieichbahn gegeben. Dreieichs Bürgermeister Bernd Abeln, Staatssekretär Matthias Kurt, Dr. Jürgen Kastner, Konzernbeauftragter der Bahn AG sowie Landrat Josef Lach griffen zum Spaten. Die eingleisige Trasse zwischen Dreieich-Buchschlag und Dieburg soll Mitte 1998 für eine Zuggeschwindigkeit von 80 km/h ausgelegt werden. Dazu sollen die Kurven vergrößert und Erhöhungen eingebaut werden. Bestandteil der 17,1 Mio. Euro teuren Modernisierung sei der zusätzliche Haltepunkt Weibelfeld in Dreieichenhain und neue Bahnsteige in Eppertshausen sowie Offenthal. Die Haltestellen der übrigen Orte sollen auf den neusten S-Bahn-Stand gebracht werden, hieß es. Zu den Kosten kommen noch 5,8 Mio. Euro für den Kauf neuer Fahrzeuge sowie 2,76 Mio. Euro für die Bauplanung und die Verwaltungskosten.

24.05.1998

Die modernisierte Dreieichbahn von Dieburg über Ober- Roden nach Dreieich-Buchschlag nimmt ihren Betrieb auf. Berücksichtigt man jeweils beide Richtungen zusammen, so ergibt sich zwischen Dieburg und Ober-Roden folgendes Bild: Montag - Freitag 49 Fahrten, Samstag 40 Fahrten und Sonntags 36 Fahrten. Infolge der verspäteten Lieferung der neuen "Regiosprinter" für die Dreieichbahn werden vorläufig DB-Triebwagen des Typs 628 eingesetzt. In der Hauptverkehrszeit fahren morgens drei durchgehende Züge von Dieburg nach Frankfurt und nachmittags zurück, ansonsten bestehen in Dreieich-Buchschlag S-Bahn-Anschlüsse innerhalb weniger Minuten. Vor allem die Anschlüsse in Dieburg nach Darmstadt sind "durchwachsen", da - offenbar infolge mangelhafter Infrastruktur - kein täglich gleicher Integraler Taktfahrplan gefahren wird. Mehrere Münsterer haben sich bereits zu einer Pendlerinitiative zusammengeschlossen, die die schlechten Anschlüsse im Knoten Dieburg heftig kritisiert. Die Abfahrten ab Dieburg um 6.30, 7.01 und 8.40 nach Darmstadt können aus Münster nicht vernünftig erreicht werden. Bei der Rückfahrt ab Darmstadt gibt es nur zwei kritikwürdige Verbindungen: Die Streichung der Anschlusszüge ab Dieburg um 17.54 und 18.51 nach Münster. Von dem gepriesenen Halbstundentakt zur Hauptverkehrszeit kann hier keine Rede sein. Leider wird die "Schnell"buslinie Eppertshausen - Dieburg - Darmstadt (5512) der Dreieichbahn wahrscheinlich zusetzen, obwohl diese auch zwischen Darmstadt Innenstadt und Münster nicht schneller ist als die Umsteigeverbindung mit dem Zug. Vorbildlich ist das dichte Zugangebot am Wochenende, wo ein durchgehender Stundentakt bis 24.00 Uhr gefahren wird.

 

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